Ein Verein gegen die Einsamkeit

„Seniorenbesuche Flensburg“ bereitet älteren Menschen ein paar schöne Stunden

Sabine Fleischmann Flensburg: Einsamkeit im hohen Alter muss nicht sein. Auch wenn Kinder und Enkel weit entfernt wohnen, keine Angehörige und Freunde mehr da sind oder gesundheitliche Probleme gesellige Unternehmungen unmöglich machen, muss das Alleinsein nicht zwangsläufig in die Isolation führen. Für Senioren gibt es in Flensburg und Umgebung zahlreiche Optionen, um Unterstützung im täglichen Leben, Hilfe in allen Lebenslagen oder medizinische Pflege zu bekommen. Seit Januar gibt es eine weitere Möglichkeit, denn mit dem Verein ,,Seniorenbesuche Flensburg“ kann jeder betagte Mensch wieder lieben Besuch bekommen.

Möglich machen dies 20 bis 30 ehrenamtlich tätige Menschen aller Altersstufen, die ihre freie Zeit einfach gerne mit Menschen verbringen. ,,Uns gibt es eigentlich schon sehr viel länger“, verrät die erste Vorsitzende Waltraut Köhler, ,,denn wir sind seit über 20 Jahren in der Seniorenbetreuung tätig“. Hervorgegangen ist der neue Verein aus dem ehemaligen Seniorenbüro der Stadt Flensburg und dem Besuchsdienst, der von der Stadt - ohne Trägerschaft - unterstützt wurde. ,,Eine Vereinsform wurde nun aber nötig und so bot uns der Rotary Club Flensburg Förde an, die Vereinsgründung zu begleiten und zu unterstützen“, so Waltraut Köhler.

 

Für den Service Club war das Thema Seniorenbetreuung eine schöne Bereicherung zu den sonst eher kinder- und jugendlastigen Projekten und so begann 2017 die Zusammenarbeit. Die Rotary Flensburg Förde-Mitglieder übernahmen dabei Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, erstellten Flyer, Logos und eine Homepage für den neuen Verein und standen juristisch beratend und finanziell fördernd zur Seite, denn ,,so eine Vereinsgründung ist nicht ohne“, weiß Rechtsanwalt Fabian Geyer aus Erfahrung. ,,Für uns Unternehmer ist es ein Leichtes, unsere gebündelten Berufskompetenzen, Erfahrungen und Kontakte zu nutzen, um ein soziales Projekt auf die Beine zu stellen“, berichtet Rotary-Mitg1ied  Susanne Kühn. ,,Durch unsere beruflichen und privaten Netzwerke erfahren wir häufig ganz nebenbei, wo Hilfe gebraucht wird und ein alter Mensch einsam ist“, ergänzt Rotary-Präsident Heinrich Rodewald. ,,Oftmals sind es die Kinder, Nachbarn oder Freunde, die sich mehr Geselligkeit für ihre Senioren wünschen und wir stellen dann den Kontakt zu unseren Ehrenamtlichen her.“

Die Aufgabe der Seniorenbesucher ist es dann, ihren Gastgeber regelmäßig zuhause zu besuchen und ganz nach Lust und Laune miteinander Zeit zu verbringen. ,,Das kann ein gemeinsames Kaffeetrinken sein, Karten spielen, singen, spazieren gehen oder auch mal einkaufen oder Ausflüge machen“, be-richtet Waltraut Köhler, ,,Wir sind flexibel und richten uns nach den Wünschen unseres Gastgebers. “

Zur Zeit warten rund 27 alleinstehende, hochbetagte Gastgeber (die Älteste ist 102 Jahre) jede Woche auf ihren Besucher, der sich genauso auf das Treffen freut. Zu den jüngeren Gästen gehört die zweite Vorsitzende des Vereins Susanne Gahr. Sie selbst hat keine Großeltern mehr und berichtet, dass die Freude auf beiden Seiten jedes Mal riesig sei und man ,,so unheimlich viel von den alten Herrschaften zurück bekommt“. Die eine Stunde pro Woche, die vom Verein vorgegeben ist, vergehe immer wie im Flug und - wenn die Chemie stimmt - können es durchaus mehrere Stunden und Besuche werden. ,,Dann entstehen nämlich sehr persönliche Beziehungen, die das Leben aller bereichern“, ergänzt sie.

 

Quelle: Flensburger Tageblatt vom 03.04.2019

 

 

Quelle: Schleibote vom 23.10.2018

Quelle: Flensburger Tageblatt vom 23.10.2018

Quelle: Flensburger Tageblatt vom 19.10.2018

Urlaub barrierefrei
crop_2018-05-19_Schleswiger_Nachrichten_
Adobe Acrobat Dokument 967.1 KB

Quelle: Flensburger Tageblatt vom 12.3.2018          Zum Vergrößern bitte anklicken!

Quelle: Flensburger Tageblatt vom 21.11.2017

Flensburger Tageblatt vom 24.06.2017

Seniorenbeirat Steinbergkirche fordert einen Bürgerbus

Neuer Seniorenbeirat in Munkbrarup nimmt seine Arbeit auf.   Mehr ....

     Ausführlicher Bericht >>>>                                                         Flensburger Tageblatt vom 11.11.2016

Die Staatsanwaltschaft Flensburg hat ein Seniorenschutzdezernat eingerichtet.